The Lake District & Blackpool

17. Februar. 2009

Came back from a nice short break holiday today. We took the opportunity of the half term school holidays to explore the Lake District. We stayed in a lovely B&B in Windermere (a really good thing – why don’t things like that exist in Germany?) and enjoyed the landscape and the villages.Very impressing! We will definitely come back!

Lake Windermere

Lake Windermere

near Great Langdale

near Great Langdale

On our way home we had a short stop in Blackpool. It looks like the glorious days of the town are long gone. Or is it just the wrong season? The northern Pier was competely deserted. By accident we came across the ruin of the freshly burned out Yates’s. What a difference to the athmosphere in the Lake District!

Blackpool Tower & Central Pier

Blackpool Tower & Central Pier

Yates's

Yates's

Yates's

Yates's

Kamen heute von einem netten kleinen Urlaub zurueck. Wir haben hier ja gerade Trimester-Halbzeit-Ferien und haben die Gelegenheit am Schopf gepackt um mal etwas den Lake District zu erkunden. Haben uns ein „Bed & Breakdfast“ gesucht (dabei ein bisschen wie Maria und Joseph gefuehlt – nur ohne Baby :- ) und dann in einer Tour um den See von Windermere die schoene Landschaft und verschlafenen Doerfer genossen. Echt sehr beeindruckend. Wie man sich England vorstellt. Wird bestimmt nicht das letzte mal in der Gegend gewesen sein!

B&Bs sind eine sehr coole Erfindung! Warum gibts die in Deutschland nicht? Ist uns das zu unprofessionell? Oder sind wir dafuer nicht  unkompliziert oder gastfreundlich genung? Neben Bluetack und Christmas Crackers ist das auf jeden Fall importierenswert!

Auf dem Weg nach hause sind wir noch in Blackpool angehalten. Was fuer ein Unterschied. Die Stadt, die fuer den Beginn des Massentourismus steht… Man erahnt noch den Glanz der alten Tage, aber jetzt ist alles heruntergekommen. Sind durch Zufall an der frischen Brandruine des Yates’s vorbeigekommen. War irgendwie bezeichnend.


Weihnachtspredigt, Imap und 85 Tote

27. Dezember. 2008

Weihnachtsurlaub kann so schoen sein!
Hab den ganzen Nachmittag mit dem Laptop auf dem Schoss im warmen Wohnzimmer gesessen und bin endlich mal wieder durchs Internetz gebummelt:

- Horst Koehler predigt in seiner Weihnachtsansprache. „Ein Kind in einem Stall in einer Futterkrippe wird geboren, und mit ihm kommt Licht in die Welt.“ Sehr cool. Grund zur Hoffnung! Aber warum kam dann als Grund der Hoffnung die fleissigen Arbeitnehmer und die fairen Arbeitgeber und die tollen Politiker, die die Lage wieder in den Griff bekommen?

- Dann hab ich mal mein Outlook und mein gmail.com-Postfach auf IMAP umgestellt. Sehr hilfreich, da ich meine mails ja vom Buero und von daheim abrufen will.

- Und dann ein paar hundert Tote beim weltschwersten Spiel verursacht. (und bis level 10 gekommen *stolz*).

Urlaub ist was schoenes!


Christmas in England: Christmas Crackers

24. Dezember. 2008
Christmas Crackers

Christmas Crackers

Eine der coolsten Eigenheiten am Englischen Weihnachten sind definitiv die Christmas crackers!

Bis ich vor 2 Jahren das erste Mal zu Weihnachten in England war, hatte ich von den Dingern noch nie gehoert. Bei der Festmahlzeit lagen dann ploetzlich ca. 30-cm-grosse Pappgebilde in typischer Bonbon-Form auf den Tellern. Irgendwann waehrend der Mahlzeit suchte man sich einen seiner Nebenmaenner aus und zerreisst gemeinsam seinen cracker. Jeder zieht an einem Ende, bis sich der Inhalt auf den Tisch entleert. Drin ist gewoehnlicherweise ein kleines Spieleug (sehr klein), ein Wortwitz (das was fuer Chinesen eine Weisheit oder eine kleine Prophetie im Glueckskeks ist, ist fuer Briten ihr Humor) und eine Papierkrone, meistens rosa, orange, hellgruen, die man sich dann fuer den Rest der Mahlzeit aufzieht.

Hab erst echt gedacht, sie wollen mir einen Baeren aufbinden, als alle im feierlich dekorierten Wohnzimmer zum traditionellen Weihnachtsessen sassen, mit Plastikkreiseln spielend Wortwitze vorlasen und dabei diese Papierkronen auf dem Kopf hatten. Das ganze ist fuer mich der Beweis zweier sehr wichtiger Kulturgueter hier: Tradition und Selbstironie. Man hat seine lebendige (!) Tradition (gibts wohl schon seit ueber 150 Jahren), aber nimmt sich selber nicht so ganz ernst dabei. Und wenn das alles sowieso schon mit im Blut ist, braucht man auch nicht einmal im Jahr  ploetzlich ein total aufgesetztes Fasching.

Find ich alles sehr cool und ist meines Erachtens unbedingt importierenswert!


Christmas in England: Christmas Cards

22. Dezember. 2008

Christmas cards sind in England ein sehr wichtiger Bestandteil von Weihnachten. Grusskarten sind fuer Englaender ja sowieso schon recht wichtig. Aber an Weihnachten gehts voll ab: Man schreibt nicht an ein paar Leute, die man halt nicht trifft, oder die man besonders mag. Sondern an alle irgendwie erdenklichen Bekannten, Nachbarn, Verwandte, Kollegen. Manche basteln aufwendig selber Karten, andere kaufen einfach vorgedruckte Karten mit dem Gruss drin, und fuegen nur oben ein „Dear Soundso“ und unten ein „Kind regards, soundso“ o.ae. ein. Es geht anscheinend hauptsaechlich darum, dass man merkt, dass der andere einen noch nicht vergessen hat.

img_11831Und ich bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass es einen unausgesprochenen Wettkampf gibt, wer mehr solche Karten dann im Wohnzimmer aufstellen oder -haengen kann. Um moeglichst weit oben im Ranking zu landen, ist es natuerlich strategisch sinnvoll, selbst viele Karten zu schreiben. Schliesslich erhoeht man damit auch den Anspruch, naechstes Jahr welche zurueckzubekommen.

Wir sind selbstverstaendlich auch voll ins Geschaeft eingestiegen. Und auch wenn wir als Neulinge natuerlich noch keinen Spitzenplatz im Rennen ergattern duerften, ist unsere Ausbeute doch schon beachtlich. Bis jetzt sind es sage und schreibe 24 Karten. Und es werden taeglich mehr!


Einen Monat Blog-fasten

19. November. 2008

Was Sammy ganz gezielt und noch konsequenter angegangen ist (wie ich gerade per Zufall gelesen habe), ist mir ganz unbeabsichtigt gelungen (wie ich gerade per Zufall festgestellt habe):

Einen Monat Blog-fasten

Ohne Konzept oder besonderem Anlass Es war einfach zu viel los. Und es gab einfach wichtigeres.
Hat eigentlich sogar richtig Spaß gemacht, ob wohl ich meinen Blog schon manchmal etwas vermisst habe… für wenige Sekunden.

Keine Angst, das hier ist nicht die Papayasalat-Beerdigungsrede.


Das Leben ist…

9. Oktober. 2008

…gerade ein einziges Abenteuer.

Der Tag war wieder ereignisreicher als gedacht. Drum wirds nix mit Schlaf – auch nicht schlecht. Dann eben ein bisschen Blogosphäre zum abschalten. Ein paar Blogs, die viel mit meiner Vergangenheit zu tun haben, machen mich auf das offensichtliche aufmerksam: Das Leben ist gerade ein einziges Abenteuer!
Kanns grad mal wieder kaum nachvollziehen, was in den letzten Jahren meines Lebens passiert ist. An welchen Orten ich war, mit welchen Leuten ich mein Leben geteilt habe,… Und immer geht die Reise weiter. Dabei fühl ich mich nicht gerade wie der große Draufgänger, mich ruft nicht das ständige Fernweh und ich könnte es durchaus länger mit den Menschen in meiner Umgebung aushalten.

Keine Ahnung, wo die Reise hinführt. Gerade erst umgezogen scheint es (auf lange Sicht) so viele Möglichkeiten zu geben, wie schon lange nicht mehr. Zum Glück steht keine Entscheidung unmittelbar bevor, aber interessieren würde es mich schon mal.

3 Gedanken kommen mir da:

  • Himmel bedeutet für mich gerade, ewig Zeit mit allen alten Freunden zu haben, mit einer Tasse englischem Tee, einer Flasche Becks, rotem Früchtetee oder Nam Manao (je nach Geschmack) und erzählen, was wir nicht alles erlebt haben.
  • Gott ist für mich grad besonders der, der immer schon da ist, der zurückbleibt und erst recht immer mitkommt. Er behält den Überblick, kennt das misteriöse Ziel und führt auf noch misteriösere Weise dahin. Er ist das Rückgrat, der Rückzugsort und die Konstante unter tausen Variablen.
  • Man, geht’s mir gut. Ich möchte mit niemandem tauschen! Total aufregend. Jeden Tag was neues. Und trotzdem hab ich voll den Frieden.

Das erste Mal auf englisch predigen hat gut geklappt. War zwar alles eine Stufe anstrengender – die Vorbereitung wäre ohne Leah und leo ein halber Alptraum geworden und auch vortragsmäßig ist es natürlich noch ein langer Weg – hatte aber gutes Feedback, und sie scheinen mich bald wieder auf die Kanzel zu lassen. :-)
Heute hatte ich ein Bewerbungsgespräch für einen kleinen Nebenjob im Walton Youth Centre. Und… Bin genommen worden!! *feier* Werde in Zukunft also mittwoch abends wieder in einem Jugendtreff abhängen. Dieses mal nur noch als normaler Mitarbeiter, also wesentlich gechillter :-)

…so und jetzt gehts ins Bettchen…


127 – neues Hobby?

7. März. 2008

War grad wieder laufen. Wetter war genial und mich hat wieder die Lust gepackt. Frühling ist schon was tolles! Wollte mal ausprobieren, wie weit ich komme mit etwas Überwindung. Das hat sich echt gelohnt. Auf dem Heimweg hätte ich zwar fast schlapp gemacht. Aber ich hab meine 60 min. geschafft.

Nett waren auch die Leute, die man so trifft. Der kleine Junge, der mir wie verrückt zugewunken hat oder unser werter Herr Oberbürgermeister, der mich überholt hat. Welch Schmach! :-) Aber der saß auch auf einem Fahrrad.

Jetzt kommt schon mal vor, dass ich mit meinen Gedanken nicht mehr beim Atmen, Laufen, Strecke abschätzen,… bin, sondern irgendwo sonst.

Vielleicht mach ich das Laufen richtig zu einem neuen Hobby. Unter der Voraussetzung, dass es nicht in Stress ausartet. Und ich denke, ich bleibe vorerst bewusst unprofessionell. Obwohl ich sagen muss, dass mich der Blog von Heiko doch etwas fasziniert hat mit seinen Trainingsplänen und -tagebüchern…


130 – Laufen

4. März. 2008

Hab wieder angefangen zu laufen.
Ich bereite mich auf keinen Marathon vor und ich bin mir auch nicht sicher, wie lange ichs durchziehe. Aber die letzten 2 Wochen klappts schon ganz gut. Der erste Muskelkater ist längst vorbei und ich bekomme auch keinen neuen mehr.
Ich lege keine Priorität drauf und plane es mir auch nicht ein. Aber plötzlich fällt mir die Decke auf den Kopf oder meine Augen werden ganz viereckig und ich muss wieder raus. Heute hab ich sogar noch nach dem Downstairs eine kleine Runde in der Dunkelheit bei 3° C hingelegt, kam nach Hause und fühlte mich wie die coolste Sau von Bayern.
Ich merke, wie es mir gut tut und tatsächlich auch innerlich stärkt in Sachen Motivation, Ausgeglichenheit und Selbstbewusstsein.
Ich denke, ich werds in nächster Zeit noch öfters tun.

…schließlich hab ich nur noch 3 Jahre und 131 Tage, bis ich 30 bin. Und ob ich in dem Alter dann noch laufen kann?


133 – Projekt „Volxbibel durchlesen“

1. März. 2008

Hab heute mein Projekt „Volxbibel durchlesen“ abgeschlossen. Hat länger gedauert, als geplant, aber so ist das bei solchen Sachen ja immer.

Ich hab die letzten Monate relativ große Abschnitte am Stück gelesen. Da hat die Volxbibel ihre Stärke: Die Geschichten werden viel lebendiger und lebensnaher und damit nimmt man sie viel tiefer und emotionaler wahr. Gerade bei den Dialogen wird das deutlich. Hier mal ein kleines Beispiel aus Matthäus 5:

In dem alten Vertrag steht: ‚Wenn dir jemand auf das eine Auge haut, darfst du zurückschlagen, aber nur so, dass er auch ein Veilchen kriegt. Wenn dir jemand die Fresse poliert, dann darfst du ihm auch die Fresse polieren, aber nicht mehr.‘ Ich stelle dagegen: Haltet aus, wenn euch jemand anzeckt, lasst euch ein entspanntes Gegenmittel einfallen! Wenn du was von jemandem aufs rechte Ohr bekommst, dann sag ihm zum Beispiel, er soll dir auf das linke auch noch mal draufhauen!

Das nehme ich definitiv anders wahr als z.B. den guten alten Luther:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Auge um Auge, Zahn um Zahn.«
Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.

Ok, nun ist die Luther-Übersetzung ja auch nicht gerade die flüssigste. Aber selbst bei der Hoffnung für alle finde ich die Formulierung ziemlich weit davon entfernt von dem, wie man es heute sagen würede:

Es heißt auch: ‘Auge um Auge, Zahn um Zahn!’ Ich sage euch aber: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin!

Also die Lektüre hat sich definitiv gelohnt, um die biblischen Geschichten näher an den Alltag zu holen! Obwohl ich auch dazu sagen muss, dass ich mir hin und wieder schon andere Übersetzungen daneben gelegt habe, um zu sehen, was davon jetzt Martin Dreyers Auslegung ist, und ob ich dieser Auslegung zustimmen würde. Aber machen wir uns nichts vor. Wer etwas Ahnung vom Übersetzen hat, weiß, dass man den Text nie 1:1 wiedergeben kann. Schon gar nicht, wenn Bilder, Vergleiche,… darin vorkommen. Und im Englisch-Unterricht bekommt man manchmal für wörtliche Übersetzungen schlechtere Noten, weil sie eben den Sinn gerade nicht so gut wiedergeben.

Also, solange man nicht seinen Kopf dabei ausschaltet, ist Volxbibel eine echte Bereicherung!

In Zukunft werde ich die New International Version lesen und dazu mir auch eine englische Bibellese runterladen.

ach ja: in 133 Tagen ist der 12.07.


136 – Team.F-Seminar

27. Februar. 2008

War das vergangene Wochenende mit Leah auf einem Ehe-Vorbereitungs-Seminar von Team.F

Das ganze war leider nicht gleich um die Ecke, sondern in Bonn. Aber die 1000 Autobahnkilometer haben sich trotzdem sehr gelohnt! Das Seminar ist jedem Paar mit ernsten Absichten wirklich zu empfehlen:

  • Es unterrichten keine „Profis“, sondern einfach Leute, die ihre Geschichten und Erfahrungen zu erzählen haben und denen gute Ehen auf dem Herzen liegen. Das ganze ist dadurch viel tiefer, als blanke Theorie. Aber trotzdem sehr reichhaltig und klar.
  • Viele Themen werden angeschnitten, aber wenig fertige Lösungskonzepte gegeben. So kommt man zu zweit super ins Gespräch über Dinge, die man sich sonst nicht bewusst machen würde.
  • Trotzdem gibt’s einfach ne Menge Tipps von Leuten mit Erfahrung.
  • Und die ganze Atmo ist sehr locker, persönlich, freundlich, so dass man sich einfach wohl fühlt und das ganze genießen kann.

Uns hat’s total gut getan und ich denke, es wird nicht unser letztes Team.F-Seminar gewesen sein!

Und mir ist klar geworden, dass wir nicht mehr an einer guten Beziehung arbeiten, sondern an einer guten Ehe *yeah!* …und das ist wirklich ein mächtiger Unterschied!

…übrigens: Heute sind’s noch genau 136 Tage.